Während bei einer Gründung das komplette Gesellschaftskapital zu zahlen ist, zahlen Käufer innerhalb des Mantelhandels lediglich den geringen Kaufbetrag der Gesellschaft und können so günstigere Deals eingehen. Im Gegensatz zu einer Neugründung ist der Käufer im Mantelhandel mit der Option ausgestattet, das Kapital in mehreren Schritten einzubringen. Er muss den vollen Kaufpreis also nicht wie bei der Kapitaleinbringung bei einer Neugründung direkt von Anbeginn zahlen, sondern nutzt hierzu die Ratenzahlung, die an das Eigenkapital der Gesellschaft gebunden ist.
Nachteile können allerdings entstehen, wenn die Gesellschaft keiner ausreichenden Analyse unterzogen wurde. Nicht selten bestehen etwaige Forderungen von Gläubigern oder sogar Steuerforderungen. Ausserdem kommen zu den eigentlichen Kosten, die entstehen, wenn Interessenten eine Mantelgesellschaft kaufen wollen, meistens noch Beratungskosten hinzu, um sich vor einem Erwerb abzusichern. Weiters bedarf es einer Änderung der Statuten nach dem Kauf. Ein neuer Eintrag in das Handelsregister zieht ebenfalls Kosten nach sich. Vorteilhaft ist der Erwerb einer Mantelgesellschaft allerdings auf jeden Fall in Bezug auf die Abwicklungsdauer. Denn er spart viel Zeit ein, die bei einer Neugründung vonnöten ist.